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Home Sonderthemen Hannover Region West Vorfreude und Spannung auf letztes Heimspiel vom 1. FC Germania steigt
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13:00 09.05.2018
1. FC Germania Egestorf/Langreder: Ein Sieg im letzten Heimspiel wäre die Krönung für die Saisonabschlussfeier und ein Grund zum Jubeln. Stefan Zwing (2)

09.05.2018

Hannover Region West

Vier Tage vor dem letzten Saisonspiel in der Regionalliga Nord bei der SV Drochtersen/Assel treten die Fußballer des 1. FC Germania Egestorf/Langreder am Mittwoch (19 Uhr) noch einmal an der heimischen Ammerke an. Zu Gast ist die Bundesliga-Reserve von Hannover 96. Dreimal haben die beiden Rivalen bislang um Punkte gekämpft, wobei die Bilanz mit jeweils einem Sieg sowie einem Remis und 4:4 Toren nicht ausgeglichener sein könnte. Im zweiten Anlauf wollen die Egestorfer ihren ersten Heimerfolg über das U-23-Team des Hauptstadtclubs feiern. Dabei steht auch die Stellung als bester Viertligist der Region auf dem Spiel. „Wir wollen sie auf keinen Fall vorbeiziehen lassen“, betont Germania-Coach Jan Zimmermann. Zwei Punkte beträgt der Vorsprung seiner Mannschaft vor dem direkten Duell.

Dass es eine Begegnung unter besonderen Vorzeichen ist, liegt auch an einer Personalie: Egestorfs Torjäger Hendrik Weydandt, der seit seiner Verpflichtung vom Kreisligisten TSV Groß Munzel im Juli 2014 in 106 Pflichtspielen 45 Treffer erzielt hat, steht kurz vor einem Wechsel zur Zweitvertretung der Roten. Dies hat der 22-Jährige nun erstmals offiziell bestätigt. „Mir liegt ein Zweijahresvertrag vor und ich habe ihnen nach guten Gesprächen eine mündliche Zusage gegeben“, verrät der 1,95 Meter große Mittelstürmer dem Sportbuzzer. Er habe auch Telefonate mit Vertretern anderer Vereine geführt, sich jedoch aus verschiedenen Gründen dagegen entschieden, Hannover zu verlassen.

Germanias Hendrik Weydandt (rechts) steht kurz vor einem Wechsel zur Zweitvertretung der Roten.
Germanias Hendrik Weydandt (rechts) steht kurz vor einem Wechsel zur Zweitvertretung der Roten.

Bei 96 spekuliert Weydandt auf die Chance, sich für Einsätze bei den Profis zu empfehlen. „Es ist klar geregelt, dass ich mich der zweiten Mannschaft anschließen würde, aber natürlich könnte man dann nach oben schielen“, sagt er. Ihm gehe es auch darum, zu gucken, wie sein Körper auf die Belastung unter Profibedingungen reagiert. Zur Unterschrift fehlt offensichtlich nicht mehr viel. Gut möglich, dass der Transfer noch vor dem Aufeinandertreffen perfekt gemacht wird, um Weydandt eine gebührende Verabschiedung vor den eigenen Fans zu ermöglichen. „Mal schauen, was sich jetzt die nächsten Tage ergibt“, kommentiert der Angreifer vielsagend. Zunächst wolle er in jedem Fall noch mal alles für seinen aktuellen Verein geben: „Über einen Sieg würde ich mich genauso freuen wie über jeden anderen.“

Beim bisher einzigen Erfolg der Deisterstädter über Hannover 96 II im April 2017 war Weydandt der Matchwinner. Sollte er dem 1. FC diesmal erneut drei Punkte sichern, wäre es die Krönung der Saisonabschlussfeier, die um 17.30 Uhr an der Ammerke beginnt und vom Sportbuzzer präsentiert wird. Zum Programm gehört unter anderem ein Wettbewerb im Geschwindigkeitsschießen und die Kinder können sich auf eine Hüpfburg freuen. „Lasst uns mit einem schönen Fest die tolle Saison unserer Mannschaft feiern“, appelliert Vereinspräsident Ralf Dismer. Robby Echelmeyer


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„Das Feuer ist noch da“

Flensburgs Rene Guder mit langem Bein vor Germanias Jan Baßler (rechts). Stefan Zwing
Flensburgs Rene Guder mit langem Bein vor Germanias Jan Baßler (rechts). Stefan Zwing

Die Regionalliga verliert wohl mit Ablauf dieser Saison ihren ältesten Feldspieler. Jan Baßler vom 1. FC Germania Egestorf-Langreder will seine aktive Karriere beenden. Der Sportbuzzer sprach mit dem 40-Jährigen über den Abschied, die Comeback-Chancen und die Gerechtigkeit des Fußballs.

Beim 1:3 in Hamburg gegen Altona 93 haben Sie am 1. Mai letztmals gespielt. Es war Ihr 23. Regionalliga-Einsatz für die Germania. Werden noch weitere hinzukommen?

Es sieht nicht danach aus. Am 19. April hatte ich mir im Training eine Oberschenkelzerrung zugezogen, die beim Altona-Spiel wieder aufgebrochen ist. Ich kann zwar mittlerweile wieder trainieren, will mich jetzt aber eher für den Abstiegskampf unserer Reserve bereit halten. Die hat bis zum 2. Juni noch sechs Spiele, um die nötigen Punkte zu holen. Und damit ich für sie antreten kann, darf ich in den letzten vier Saisonspielen der ersten Mannschaft nicht eingesetzt werden. So lautet die Regel.

Sie verzichten also auf eine große Abschiedsgala im letzten Heimspiel am Mittwoch gegen Hannover 96 II, um dem Landesliga-Team zum Klassenerhalt zu verhelfen?

Ob ich da jetzt nach der Verletzung noch mal zehn Minuten in der Regionalliga rumlaufe, würde keinen Unterschied machen. Ich denke nicht an das letzte Spiel, darum geht es nicht.

Worum geht es?

Um die vielen tollen Jahre, um die Erinnerungen an die besonderen Spiele und all die Trainingseinheiten mit den Jungs.

Wollen Sie mit dem Abgang jetzt vermeiden, doch irgendwann auf dem Abstellgleis zu landen?

Der Fußball ist gnadenlos, gleichzeitig aber gerecht. Woche für Woche muss man seine Leistung neu bestätigen. Auch noch so verdiente Spieler sind einem ständigen Konkurrenzkampf ausgesetzt. In meinem Fall sehe ich es aktuell so: Ich glaube, dass ich der Mannschaft in einigen Momenten noch helfen kann, sie wird aber nächste Saison ohne mich nicht schlechter sein.

Trainer Jan Zimmermann lobt neben Ihrer spielerischen Klasse und großen Erfahrung auch Ihren nach wie vor guten Fitnesszustand. Darf er auf ein Comeback hoffen?

Das ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht mal ansatzweise geplant. Sollte Zimbo oder die Mannschaft mich aber wirklich brauchen, würde ich es mir zumindest überlegen (schmunzelt).

Warum machen Sie nicht doch einfach weiter?

Das Feuer ist noch da. Auch nach 35 Jahren Fußball bin ich bei jeder Einheit bis in die Haarspitzen motiviert. Das wird mir total fehlen. Aber der Wunsch zu spielen und in der Startelf zu stehen, ist nicht mehr so ausgeprägt.

Wird das Feuer also nach der laufenden Spielzeit erlöschen?

Ich bin gespannt. Wenn die Mannschaft am 26. Juni mit der Vorbereitung auf die nächste Saison beginnt, fahre ich mit meiner Familie für zwei Wochen in den Urlaub. Das dürfte mir auf jeden Fall helfen, nach 15 Jahren als Teil dieses Teams den nötigen Abstand zu gewinnen (lacht). Robby Echelmeyer


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